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Freitag, 16. Februar 2018

Schnelles Fenchel-Tomaten-Sugo - "Zuckerfrei - 40 Tage Challenge"


Hallo ihr Lieben,

heute haben wir seit längerer Zeit endlich mal wieder zusammen gekocht. Inspiriert wurden wir von Hanna Frey und ihrem Projekt Zuckerfrei - 40 Tage Challenge. Sie hat kürzlich in ihrer Instagram-Story ein leckeres Rezept gekocht und ihre Follower konnten ihr dabei über die Schulter schauen.  Auch wir waren unter ihnen und haben uns zu dieser Variante inspirieren lassen, um sie euch vorstellen zu können. Und hier ist es: Fenchel-Tomaten-Sugo. Das Rezept kommt mit wenigen Zutaten (vor allem aber OHNE Zucker ;)) aus und besticht durch seine Einfachheit. Durch Dünsten bei kleiner Hitze entfalten sich auch ganz ohne Geschmacksverstärker wie Zucker oder Lebensmittelzusätze tolle Aromen. Probiert es doch selbst einmal aus und lasst uns an euren Erfahrungen teilhaben.


Zutaten für 2 Personen:
2 Knoblauchzehen, abgezogen und fein gehackt
1 Zwiebel, abgezogen und fein gehackt
1 Fenchelknolle, gewaschen und in Würfel (1x1cm) geschnitten
2 EL Speiseöl
Salz, Pfeffer
1 Dosentomaten (400 g)
mediterrane Kräuter nach Belieben (Thymian, Oregano, Basilikum, Rosmarin…)
1 EL Balsamico



Und so wird’s gemacht:

  1. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin 3-4 min anschwitzen, ohne dass sie Farbe nehmen.
  2. Fenchel dazugeben und unter Rühren bei mittlerer bis schwacher Hitze anbraten. Das Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Alles mit den Dosentomaten ablöschen, gut vermengen und mit aufgesetztem Deckel etwa 8-10 min auf kleiner Stufe köcheln lassen.
  4. Wenn das Gemüse den gewünschten Garpunkt erreicht hat, alles mit Kräutern und Balsamico abschmecken. Eventuell nochmals mit Salz und Pfeffer nachwürzen. 

Zu dieser leckeren Soße passen Nudeln oder Gnocchi. Mit Parmesan garnieren und heiß servieren.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit,

Ricki & Lisa


Mittwoch, 19. November 2014

Brokkoli-Fenchel-Gemüse

Gerade kann ich mich nochmal über den Brokkoli im Gewächshaus freuen, der gerade reif wird. Im Sommer geht das ja immer ratz fatz - und das ganze Körbchen, dass ich angepflanzt hatte ist reif. Somit müsste ich jeden Tag das entsprechende Gemüse essen, bevor es auswächst...

Vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich, wie ich diesen Prozess ein wenig verlangsamen kann? Vielleicht einfach zunächst die eine Hälfte des Körbchens anbauen und zwei Wochen später die andere Hälfte?




Zutaten für 4 Personen (Beilage):
1 Brokkolikopf
2 Fenchelknollen
2 Knoblauchzehen
2 Handvoll Zuckerschoten
4 EL Balsamico
2 EL Zuckerrübensirup

Und so geht's:
  1. Brokkoli in mundgerechte Röschen teilen. Gerne auch den Strunk schälen und stückeln. Dieser gibt dem Gemüse noch den richtigen Biss. Zuckerschoten ebenfalls putzen und halbieren. Dieses Gemüse in kochendem Salzwasser für 3 Minuten blanchieren. Anschließend mit kalten Wasser übergießen. (So behält der Brokkoli das tolle leuchtende Grün)
  2. Fenchel in kleine Stücke teilen. Knoblauchzehen putzen und klein schneiden. Dieses Gemüse in einer Pfanne anbraten. Brokkoli und Fenchel zugeben.
  3. Mit Salz, Pfeffer, Balsamico und Zuckerrübensirup würzen.

Zubereitungszeit: 25 Minuten


Lasst es euch schmecken :)
Eure Ricki

Donnerstag, 24. Juli 2014

{Buchvorstellung} Drei gute Dinge auf dem Teller von Hugh Fearnley-Whittingstall

Ich bin stets hin- und hergerissen: mag ich nun die etwas ausgefallenere Küche mit vielen, vielen Gewürzen und Aromaten oder stehe ich doch eher auf einfache, aber geniale Kombinationen. Mich fasziniert beides so sehr und ich versuche immer die Balance aus beidem zu finden. Da ich momentan etwas weniger Zeit zum kochen habe, tendiere ich dazu, mit weniger Zutaten zu kochen, die ich praktischer Weise auch noch im Vorratsschrank habe. Nachdem mein Einfallsreichtum mittlerweile zur Neige geht, war ich froh, das Buch von Hugh Fearnley-Whittingstall zu entdecken. Er kocht mit (mehr oder weniger) drei Zutaten und zeigt dabei vielfältige Variationsmöglichkeiten. Was mir daran besonders gefällt? Die meisten seiner Gerichte sind fleischlos und er kombiniert sehr unterschiedliche Zutaten, die in den meisten Kochbüchern unter den Tisch fallen, wie zum Beispiel Artischocken oder auch weiße Bohnen. Außerdem enthält das Buch viele Rezepte mit Hülsenfrüchten, aber auch Getreiden und Kartoffeln, so das man selbst nach Lust und Laune einfach mal ein Stück Fleisch oder Fisch dazu kombinieren kann und schwupps ein vollwertiges Mal zaubern kann. Einfach klasse. Am selben Tag, als das Buch eintraf, habe ich schon daraus nachgekocht und war, erwartungsgemäß, begeistert. Aber zunächst mehr zu Autor und Inhalt des Buches....

In der Einleitung geht Fearnley-Whittingstall auf die Basis des Kochens ein, auf der sein Buch gründet. Das, wie er es nennt, „magische Muster“, dass hinter guten Gerichten steckt, sei ganz simpel: es besteht aus drei guten Dingen. Dabei ist die Kombination aus Geschmack und Struktur der Zutaten entscheidend, wie z. B. salzig-süß-knusprig oder sauer-sahnig-krümelig. Dabei ist jedes Rezept wandelbar und Hugh Fearnley-Whittingstall gibt in den Kategrien „Plus eins“ und „Variationen“ Anregungen.



Drei gute Dinge auf dem Teller - Hugh Fearnley-Whittingstall | AT Verlag / www.at-verlag.ch
ISBN: 978-3-03800-792-0
Einband: Gebunden
Umfang: 416 Seiten


Es folgt das erste Kapitel „Drei in einem Beet: Salate“. Hier kommt es darauf an, das mindestens ein Element gehaltvoll, sei es Käse, Linsen, Fleisch oder Fisch, sein sollte. Ein weiteres Element sollte wenn möglich etwas Säure ins Spiel bringen, wie etwa Äpfel. So werden Kontraste, wie knackig und cremig, geschaffen, die ein Geschmackserlebnis erzeugen, das durch das Dressing verbunden, aber nicht übertüncht wird. Daraus ergeben sich Kreationen wie etwa der Fenchel-Apfel-Ziegenkäse-Salat, den ich nachgekocht habe (siehe am Ende des Posts ;)), oder aber ein Salat aus Kohl, Avocado und Linsen. Eine Kombination, die sich sehr interessant anhört. 



Dann geht es weiter zu den Vorspeisen in „Eins, zwei, drei, los! Vorspeisen und Suppen“, bei denen es wiederum auf drei kontrastreiche Ingredientien ankommt. Suppen sollten etwas Solides (z. B. Kartoffeln), etwas Frisches (z. B. Lauch) und etwas auffällig pikantes (z. B. Blauschimmelkäse) enthalten um eine runde Sache zu ergeben. Besonders ansprechend finde ich seinen Räucherfisch-Lauch-Kartoffel-Eintopf oder aber eine Suppe aus Pastinaken, Knoblauch und Blauschimmelkäse. Wer nur etwas schnelles für zwischendurch sucht, kann unter „Dreifach schnelle Snacks und Beilagen“ nachschlagen, die sich auch leicht in eine richtige Mahlzeit verwandeln lassen. Eigentlich sind sie aber dazu gedacht, Zeiten zu überbrücken, wenn man nicht zusammen an einem Tisch sitzen und mit der Familie speisen kann. Denn auch dann sollte man darauf achten was man isst und es auch genießen. Fearnley-Whittingstall ist ein Fan davon, alte Klassiker aufzupeppen, indem man beispielsweise gedünsteten Lauch aufs Käsebrot legt o. ä. Viele seiner besonderen Beilagen, lassen sich durch ein Stückchen Fleisch oder Fisch in eine vollständige, warme Mahlzeit verwandeln. Seine Snack-Ideen reichen vom Speck-Käse-Avocado-Sandwich, über eine Tapenade aus Oliven, Kapern und Ei bis hin zum „Gröstl“ aus Kartoffeln, Fenchel und Zwiebel.
Besonders angetan hat es dem Autor das Gemüse. Zeitweise lebt er vegetarisch und auch dieses Kochbuch kommt meist gut ohne Fleisch aus. Dem jungen Gemüse wird ein ganzes Kapitel namens „Gemüse-Trios“ gewidmet. Um keine Langeweile bei den Gerichten aufkommen zu lassen werden kräftige Aromen und angenehme Texturen gemixt. In den Hauptrollen stecken dabei meist Hülsenfrüchte und, eben, Gemüse. Unter den Rezepten findet sich ein Gemüsecurry aus Linsen, Spinat und Kartoffeln oder auch eine Pizza mit Bohnen, Oliven und Mozzarella. 



Schließlich wendet sich der Autor dann aber doch auch dem Fisch zu in „Fisch mit zwei Freunden“. Hier wird der Eigengeschmack des Fisches betont, es soll nur wenig davon abgelenkt werden. Die Begleiter sollen den Geschmack noch mehr zur Geltung bringen und durch Abwechslung überzeugen: Couscous oder Dinkel statt Reis, oder mal ein mit Zitronensaft aufgepepptes Kartoffelpürée. In diesem Abschnitt finden sich eine Art Salat aus Makrele, Rote Bete und Meerettich oder aber die Kombination Fisch, Kokos, Koriander.
Nach dem Fisch, folgt die Kategorie „Fleisch und (manchmal) zwei Gemüse“. Der Begriff Gemüse wird dabei sehr weit gefasst und Hugh traut sich auch an die Süß-Deftig-Kombination, indem er Obst wie Gemüse mit Fleisch kombiniert, wie z. B. bei dem Gericht Schwein mit Kartoffeln und Äpfeln. Auch Kräuter oder Hülsenfrüchte können Fleisch wunderbar begleiten und revolutionieren so die traditionelle, deftige Fleischküche. Denn hier soll nicht das Fleisch die Hauptrolle spielen, sondern das viel gesündere Gemüse in den Vordergrund treten, getreu dem Motto „Byebye Salatgarnitur!“ Neben dem oben erwähnten Rezept sprang mir auch gleich das Gericht Huhn mit Pflaumen und Soja aus dem Ofen ins Auge – sicher eine tolle Kombination! 



Die letzte 'deftige“ Kategorie ist „Pasta, Reis & Co.“ deren Rezepte der Autor als Soulfood für jeden Tag bezeichnet. Laut Fearnley-Whittingstall kann ein Tag noch so anstrengend gewesen sein, diese Gerichte gehen immer und spenden Energie und gute Laune. Praktischerweise sind sie auch noch lecker, nahrhaft und bezahlbar. Dabei sollte auf die Gewichtung der Komponenten geachtet werden: Kohlehydratquellen werden geringer gehalten und anderen Zutaten wird der Vortritt gelassen. Zum Getreide gesellt sich dann Knackiges, Frisches und kräftiger Geschmack, durch Kräuter, Gewürze oder Käse. Eines seiner Pastarezepte ist Parpadelle mit Kürbis und Salbei oder aber Polenta mit Blauschimmelkäse und Blattgemüse.
Schließlich widmet sich das Buch den süßen Dingen und steigt zunächst noch recht 'gesund' ein mit dem Kapitel „Frucht-Drillinge“. Wichtig bei der Kombination ist, dass die Fruchtsäure immer mit etwas Süßem ausgeglichen werden muss. Besonders schmackhaft sind Konstellationen, die sowohl Früchte, als auch etwas Knuspriges und Cremiges enthalten. Dabei sollte man aber stehts auf saisonale Früchte zurückgreifen und dementsprechend die Rezepte auswählen. Um stets gewappnet zu sein für die nächste Heißhunger-Attacke, sollte man, laut Hugh Fearnley-Whittingstall, stets Honig, Kekse, Sahne, Vanilleeis etc. vorrätig haben. Er schlägt ein Kompott aus Apfel-Orange-Zitrone vor oder aber ein Trio aus schwarzer Johannisbeere, Ziegenkäse und Vollkornkeksen.
Abschließend findet sich im Buch das Kapitel „Leckerei hoch drei“.

„[...] mein Gegengift für all die Künstelei.“ Hugh Fearnley-Whittingstall

...sind drei leckere Zutaten, die ohne viel optisches Brimborium, toll harmonieren und ein vollkommenes Geschmackserlebnis eröffnen. Mit dem Dessert soll man sich selbst verwöhnen, wobei Zucker als Gewürz betrachtet werden sollte. Tiefe wird dem Gericht durch scharfe, saure oder bittere Zutaten, wie etwa Kaffee oder Zitrone verliehen. Gerichte aus diesem Abschnitt sind unter anderem eine Kreation aus Eiscreme, Karamell und Nüssen oder ein Karamell mit Honig und Körnern.



Im Anschluss an die Rezepte gibt der Autor noch Tipps, welche Vorräte man haben sollte und wie diese zu lagern sind. Außerdem werden die Rezepte, deren Namen lediglich aus den drei Grundzutaten zusammengesetzt sind, alphabetisch im Register gelistet.

Ich bin schwer beeindruckt von der Rezeptevielfalt und den Möglichkeiten, die man aus all diesen Zutaten noch herausholen kann. Dabei ist nicht viel Schnickschnack nötig, auf den ich von Zeit zu Zeit gerne mal verzichte. Alles in allem ein Buch, das ich weiterempfehlen kann und das sowohl Kocheinsteigern den Zugang zum Kochen ermöglicht und den Routiniers neue Kombinationen aufzeigt. Alles, was ich bisher daraus nachgekocht habe, werde ich sicher nochmals testen und genießen.

Ich weiß, diese Rezension ist sehr textbetont, aber ich finde, das es Hugh Fearnley-Whittingstall so gut erfasst und auch erklärt, worauf es beim kochen und genießen wirklich ankommt. Das Buch ist also nicht nur Quelle neuer Rezepte, sondern auch einer Kochphilosophie, die ich zu 100 % teile und auch euch näher bringen wollte. Ich hoffe ich habe euch neugierig gemacht.... wer noch nicht überzeugt ist, den kann vielleicht dieses Rezept noch eines Besseren belehren ;)

 Fenchel, Apfel, Ziegenkäse



Für 4 Personen:
2 mittelgroße Fenchelknollen
2 EL kaltgepresstes Olivenöl
1 kräftiger Spritzer Zitronensaft
2 mittelgroße knackige, säuerliche Äpfel
100 g eher milder, fester Ziegenkäse
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Falls nötig die harte äußere Schicht der Fenchelknollen entfernen, das untere Ende und die Spitze abschneiden; dabei frisches grünes Kraut beiseitestellen. Die Fenchelknollen von oben nach unten so dünn wie möglich in Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben, Olivenöl, Zitronensaft sowie etwas Salz und Pfeffer beifügen. Gut mischen und etwa 30 Minuten marinieren lassen. Direkt vor dem Servieren die Äpfel vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Zum Fenchel geben und alles mischen. Falls nötig nochmals mit Zitronensaft, Salz und/oder Pfeffer abschmecken. Den Salat auf Tellern anrichten. Den Käse darüberhobeln oder zerkrümeln und mit dem Fenchelgrün, falls vorhanden, und etwas gemahlenem Pfeffer garnieren.

Plus eins Bestreut mit einigen kalten gekochten Puy-Linsen (siehe Seite 27) und beträufelt mit einem Schuss Olivenöl, schmeckt dieser Salat noch nussiger und liefert mehr Eiweiß.
Variationen Wenn Sie keine oder weniger Milchprodukte verwenden wollen, können Sie Ziegenkäse durch gekochte Linsen ersetzen.

Alles Liebe,
eure Lisa


Danke an den AT-Verlag, der mir das Buch zum Zwecke der Rezension freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat: 

Ihr wollt das Buch auch unbedingt haben? Dann nichts wie auf folgenden Link geklickt ;D

Bildnachweis: Fotografie © Simon Wheeler, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Sonntag, 6. Juli 2014

Zitrusdressing auf Fenchel-Orangen-Salat

Roher Fenchel ist nicht jedermanns Sache, das dachtet ihr bis jetzt! Denn in diesem Salat, mit diesem unglaublich leckeren Dressing, schmeckt selbst dem letzten Skeptiker die herrlich frische Fenchelknolle. Kombiniert mit süßen und rauchigen Aromen von Zitrusfrüchten und Schinken ergibt sich ein wahres Geschmacksspektakel im Mund! Zunächst klingt die Zusammenstellung gewöhnungsbedürftig, aber einmal getestet und schon könnte man sich daran gewöhnen ;) Also ran an den Speck und den Fenchel und ab geht's.



Zutaten für 4 Personen:

2 große Fenchelknollen
2 große Orangen
100 g roher Schinken
2 Zitronen
2 Knoblauchzehen
3 EL Öl
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer

Und so wird's gemacht:
  1. Für den Salat, Fenchel putzen, entstrunken und vierteln. Anschließend in dünne Scheiben schneiden. Orangen filetieren und den rohen Schinken in feine Streifen schneiden.
    Alles in eine Salatschüssel geben.
  2. Für das Dressing, den Saft von beiden Zitronen auspressen. Knoblauch pressen und mit dem Zitrussaft vermischen. Öl hinzugeben und den Zucker mit hineingeben. Alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Das Dressing über den Salat geben und alles ca. 10 min durchziehen lassen. Mit Baguette servieren.
Dieser Salat ist bereits ein Klassiker unter meinen Gerichten. Endlich habe ich das Rezept nun auch online gestellt und nehme damit gleichzeitig an Ina's erstem Blogevent Dress to Impress teil.



Liebe Grüße und viel Spaß beim genießen,
eure Lisa

Mittwoch, 4. Juni 2014

Pastasotto mit Fenchel

Wie, ihr kennt Pastasotto nicht? Das ist die perfekte Symbiose aus Pasta und Risotto - wie der Name schon verrät. Normalerweise verwendet man hierzu spezielle Nudeln, die Risoni-Nudeln (Kritharaki). Da ich das Gericht aber spontan gezaubert habe, habe ich einfach kleine Suppennudeln verwendet, das geht ebenso gut. Das tolle an dieser Form des Risottos ist, das es viel schneller geht und einfach eine ganz neue Art der Zubereitung, sowohl des Reisgerichts als auch von Nudeln, darstellt. In der Gesamtkomposition war es richtig, richtig lecker, weil die kleinen Nüdelchen in der Soße gegart werden und daher einen richtig tollen Geschmack annehmen. Die ganzen Aromen und Geschmäcker gehen eine richtige Verbindung ein - hach - ich gerate ins schwärmen! Also probiert es einfach selbst aus. Es dauert nur 30 min tutti kompletti.
[Bitte ein Augenmerk auf meine neue Errungenschaft legen: eine von zwei handgetöpferten Schalen, die ich auf einem lokalen Sommerfest erstanden habe *g*]



Zutaten für 2 Personen:

½ Zwiebel abgezogen, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe abgezogen, fein gewürfelt
1 Chili in feine Ringe geschnitten
1 großer Fenchel geviertelt, entstrunkt, in Streifen geschnitten
Olivenöl zum anbraten
1 Schuss Weißwein
200 ml Gemüsebrühe + etwas zum nachgießen
100 g Suppennudeln (Garzeit 7 min)
1 EL Ziegenfrischkäse
Salz
Pfeffer
Muskat



Und so wird’s gemacht:
  1. Olivenöl in einer breiten, relativ hohen Pfanne heiß werden lassen. Zwiebel, Knoblauch und Chili circa 1 min darin andünsten. Anschließend den Fenchel zugeben und 3 min mitbraten.
  2. Mit einem Schuss Weißwein und der Brühe ablöschen und die Suppennudeln (z. B. "Riebele") zugeben und darauf achten, das die Nudeln mit Brühe bedeckt sind. Alles aufkochen, Deckel aufsetzen und bei schwacher Hitze 5 min köcheln lassen.
  3. Sind die Nudeln gar, so kann der Frischkäse zugegeben und untergerührt werden. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Nach Belieben mit Fenchelgrün dekorieren.

Lasst euch dieses schnelle und sommerliche Pastarezept munden!

Eure Lisa

Dienstag, 21. Januar 2014

Sahniges Fenchelgemüse mit Speckschnitzeln

Fenchel - ein Gemüse, das nicht allzu oft in meiner Pfanne landet, denn leider gibt es nur sehr wenige Fans dieser Leckerei. Aber wenn es dann doch einmal so weit ist, dann wird er natürlich ratze putz von mir und meinen "auserwählten" Mitessern verzehrt.

Bei dieser Variante handelt es sich außerdem um ein Gericht, das kaum Zutaten benötigt und unglaublich schnell auf dem Tisch steht.


Zutaten für 4 Personen:
2 Fenchelknollen
4 Schalotten
4 Hähnchenfilets
8 Scheiben Bacon
200 ml Sahne
Salz, Pfeffer

Und so geht's:
  1. Fenchen in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Das Grün vom Fenchel entweder entsorgen - wer mag, kann diesen aber auch fein hacken und ersteinmal beiseite stellen.
  2. Schalotten putzen und in feine Ringe schneiden.
  3. Hähnchenfleisch mit dem Fleischkloppfer von beiden Seiten flach schlagen. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen und mit je 2 Scheiben Bacon belegen. Nun nochmal kurz mit dem Fleischkloppfer bearbeiten. So bleibt der Bacon auf dem Fleisch "kleben".
  4. Die Schnitzel in ein wenig Olivenöl zuerst auf der Baconseite anbraten (ca. 2-3 Minuten) und anschließend auf der anderen Seite fertig braten (ca. 6-7 Minuten).
  5. Während dessen in einer großen Pfanne den Fenchel in etwas Olivenöl ca. 4-5 Minuten dünsten. Schalotten zugeben und weiterdünsten, bis diese glasig werden. Sahne zugeben und einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. das Fenchelgrün untermischen.

Und so lange dauert's, bis das Gericht auf dem Tisch steht: 30 Minuten

Lasst es euch schmecken :)
Ricki

Sonntag, 15. Dezember 2013

{15. Türchen} Geschenktipp: {Buchvorstellung} Kochen kann jeder mit Sarah Wiener

Noch keine Geschenkidee für eure Lieben? Wie wäre es denn mit einem tollen Kochbuch? Zum Beispiel dem neuen Buch von Sarah Wiener. Ich bin begeistert, aber lest selbst ;)

Heute darf ich euch ein ganz tolles Kochbuch präsentieren: „Kochen kann jeder mit Sarah Wiener“. Ich denke alle unter euch kennen die berühmte Köchin aus Österreich. Mit zahllosen Gerichten hat sie sich auch schon in deutschen Kochshows in unsere Herzen gekocht. Viele weitere zeigt sie in ihrem neuen Kochbuch, mit dem sie Jung und Alt sowie Männlein und Weiblein ansprechen will. Jeder kann kochen, niemand ist auf ungesundes Fastfood angewiesen – so lautet sinngemäß ihr Plädoyer. Dabei legt sie großen Wert auf Regionalität und Naturbelassenheit von Produkten. In diesem Buch finden sich Rezepte, die in unterschiedliche Jahreszeiten passen, was der Nachhaltigkeit Rechnung trägt.



Sarah Wiener: Kochen kann jeder – mit Sarah Wiener. Gräfe und Unzer Verlag. 192 Seiten, ca. 90 Fotos. Format 21 cm x 27 cm. Hardcover. Preis: 19,90 € (D) / 20,50 € (A) / 28,50 sFr. ISBN: 978-3-8338-3615-2


Sarah Wiener zeigt ihre Klassiker, die im Buch mit einer kleinen Kochmütze markiert sind, aber auch andere Standardgerichte, die man als Basis beherrschen sollte. Die Rezepte lassen aber auch Luft für Neuinterpretationen, zu denen Sarah Wiener explizit aufruft:

„Ich variiere [die Rezepte] selbst, wann immer ich möche. Machen Sie es doch auch so […].“

 
 

Das Buch gibt neben vielen tollen Rezepten auch wichtige Tipps an die Hand, die für Kochneulinge von Bedeutung sein können. Ganz zu Beginn gibt es allgemeine Ratschläge, was Utensilien, Einkauf und Kochvorbereitungen angeht. Dann geht es schon los mit den unterschiedlichen Kapiteln:

Kapitel 1: Suppen und Eintöpfe

Kapitel 2: Salate und Vorspeisen

Kapitel 3: Hauptgerichte

  • mit Fleisch
  • mit Geflügel
  • mit Fisch
  • mit Gemüse
  • mit Getreide
  • mit Teig
  • mit Nudeln

Kapitel 4: Desserts und Kuchen



Allen Kapiteln gehen wichtige Hinweise voraus, die die jeweilige Zubereitungsart bzw. das Produkt betreffend. So erklärt sie zum Beispiel vor dem Kapitel „Hauptgerichte mit Fisch“, wie man Muscheln richtig wäscht und kaputte aussortiert oder aber den Grundteig für Hefeteig vor Kapitel 4: „Desserts und Kuchen“. Diese Ratschläge und Basics sind dabei übersichtlich gestaltet und knapp formuliert. Das hat mich positiv angesprochen, weil ich für meine Person nicht erst einen Roman lesen will, bevor es endlich mit dem Kochen losgehen kann, trotzdem möchte ich aber über das wichtigste informiert sein. Ein großer Pluspunkt.

 
 
 
Das Rezeptlayout ist klassisch: links die Spalte mit den Zutaten, rechts der Textblock mit nummerierten Arbeitsschritten. Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich das entsprechende Bild. Bei manchen Rezepten steht unterhalb eine alternative Variante des Gerichts. Eine sehr schöne Idee, die Sarahs Liebe zum Experimentieren widerspiegelt und dem Leser zeigt, wie man selbst neue Varianten kreieren kann. Ein perfektes Schulkochbuch. Von Schulbüchern hebt es sich aber durch die hochwertigen Fotografien und die wunderschöne Aufmachung deutlich ab ;)

Klassiker im modernen Gewand.

 

 
Das Buch überzeugt außerdem durch die Vielfalt an Gerichten und Zubereitungsarten. Vom modernen Wildkräutersalat mit Avocado, über den klassischen Rinderschmorbraten mit Wurzelwerk zum schmackhaften Graupenrisotto mit Schwammerl und der verführerische Schokoladen-Karamel-Creme. Hier ist sowohl für Fleischliebhaber als auch Vegetarier eine Menge geboten.
 
Apropos vegetarisch: Ich habe mir gleich ein solches Rezept zum nachkochen ausgesucht, und zwar den gratinierten Fenchel. Neugierig wie man den nach "Wiener-Art" macht?! Hier kommt das Rezept:
 

Gratinierter Fenchel

 
 
 
Zutaten für 4 Personen:
 
800 g Fenchel
250 g Kirschparadeiser
1/2 Bund Thymian
1 Zwiebel, in Ringen
1 EL Olivenöl
1 TL Fenchelsamen
unbehandeltes Salz, Pfeffer aus der Mühle
3 EL Sauerrahmbutter
5 EL Semmelbrösel
 
Und so wird's gemacht:
  1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Fenchel waschen, putzen und den Strunk entfernen, die Knollen in Spalten schneiden. Paradeiser waschen und halbieren. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen.
  2. Die Zwiebeln im heißen Öl anbraten, Fenchelspalten und Fenchelsamen dazugeben und etwa 10 Min. anbraten. Die Paradeiser untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse in eine ofenfeste Form geben.
  3. Die Butter in einem Topf aufschäumen, die Semmelbrösel dazugeben und kurz anrösten. Den Thymian hinzufügen und alles über dem Fenchel verteilen. Den Fenchel im heißen Ofen in etwa 20 Min. goldbraun überbacken. Dazu passen Lammkoteletts.



Ihr wollt gleich zuschlagen? Bittesehr:
 
Ein tolles Weihnachtsgeschenk ;) Viel Spaß beim durchblättern und kochen oder verschenken!

Eure Lisa

Samstag, 3. August 2013

Karamellisierte Balsamico-Fenchelscheiben auf Gemüsesugo

Liebe Kochfans,

ich hatte gestern eine Vision - das meine ich Ernst. Ich wollte unbedingt etwas tolles mit Fenchel machen. Nicht immer nur "mit in die Gemüsepfanne hauen", er sollte der Star des Gerichts werden. Da ich kein besonders großer Fleischesser bin dachte ich mir zudem, hm, vllt könnte man den Fenchel als "Fleischersatz" verwenden, also als eigenständige Komponente, nicht als Beilage. Und da musste ich daran denken, wie schön Fenchelscheiben aussehen, und ob man da nicht was damit anfangen kann. Da ich zur Zeit auf dem Glasier- und Balsamico-Trip bin dachte ich, ich karamellisiere den Fenchel erst und lösche dann mit Balsamico ab - et voilà! Und die Optik ist genau so geworden, wie ich es mir erträumt hatte. Das der Geschmack mich dann auch noch so überzeugt, hatte ich nicht mal erwartet. Aber ich bin echt happy damit und es wäre eine große Ehre für mich, wenn ihr es auch mal ausprobiert. Es ist einfach, geht schnell und macht echt was her - optisch und geschmacklich.
Dazu habe ich ein leckeres, italienisches Gemüsesugo gemacht, als Beilage zum Fenchel. Das hat sich super ergänzt.

Liebe Grüße,
eure Lisa





Zutaten (für 2 Personen):

1 Fenchelknolle
1 EL Olivenöl
etwas Zucker zum karamellisieren
5 EL Balsamicoessig
ein Schuss Orangen-Balsamicoreduktion
Salz, Pfeffer

Für das Sugo:

3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
2 Paprikaschoten, rot oder gelb
1 kleine Zucchini
100g Oliven
1 Dose Tomaten (400 g)
2 Zweige Rosmarin
einige Basilikumblätter
Salz, Pfeffer
Oregano



Und so gehts:

1. Zunächst wird das Sugo zubereitet, weil es länger braucht zum garen. Dazu Knoblauchzehe fein hacken. Paprika in kleine Würfel, Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Oliven grob verkleinern. Olivenöl in einen Topf geben, erhitzen und Knoblauch ca. 2 min darin dünsten. Oliven und Paprika zugeben. Das Ganze bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze anbraten und für 7 min dünsten. Zucchini dazu geben, mitbraten und kurz darauf alles mit den Dosentomaten ablöschen. Rosmarinzweige dazu geben und zugedeckt auf niedrigster Stufe leise köcheln lassen.


2. Fenchel in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Strunk NICHT herausschneiden, sonst zerfallen die Scheiben. Diese nun vorsichtig in eine Pfanne mit heißem Olivenöl legen und auf höchster Stufe anbraten und gleich von beiden Seiten mit Zucker bestreuen - karamellisieren lassen.


Währenddessen Rosmarinzweige aus Gemüsesugo fischen und Basilikum einstreuen. Sugo offen weiterkochen und ein bisschen einreduzieren lassen.

Wenn die Fenchelscheiben schön angeröstet sind, mit der Orangen-Balsamico-Creme beträufeln, je nach Geschmack, er dient nur dem Aromatisieren. Dann mit normalem Balsamicoessig ablöschen, das es nur so zischt. Platte ausschalten, Scheiben nochmals wenden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.



3. Nun wird das Gemüsesugo noch vollendet. Dazu mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken, nach Belieben weitere mediterrane Kräuter hinzufügen.

Nun wird angerichtet. Lasst es euch schmecken!


Montag, 25. Februar 2013

Ravioli mit Ricotta Basilikum-Füllung an Chili-Orangenbutter

Und hier ist schon das 1. Rezept! Baaaam!

Diese Ravioli haben Ricki und ich schon kurz vor Weihnachten ausprobiert, hatten damals aber noch keine Platform um das tolle Ergebnis mit der Welt zu teilen ;) Aber jetzt endlich schon!

In diesem und auch folgenden Posts, werden wir euch die Rezepte so vorstellen, das ihr sie ganz einfach nachkochen könnt. Dabei müsst ihr wissen, das wir uns von unterschiedlichsten Quellen inspirieren lassen,  immer aber auch unsere eigenen Ideen miteinfließen lassen, sei es durch eine besondere Zutat oder andere Mengenangaben.

Nudelteiggrundrezept:

<< Man sagt: 1 Ei je 100 g Mehl >>
  • 300 g Mehl (Spätzle-/Nudelmehl verwenden)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 TL Wasser
  • etwas Salz
 Das Mehl abwiegen und in eine Teigschüssel geben, eine Kuhle eindrücken. Eier in die Mulde und Öl dazu geben. Nun noch einen Teelöffel Wasser und etwas Salz (ruhig 3-4 Prisen) hinzufügen - alles zu einem glatten Teig verkneten.

1 Stunde ruhen lassen.

Für die Füllung:

  • 150 g Ricotta
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 30 g Walnüsse
  • Abrieb einer Biozitrone (vorher heiß waschen!)
  • Salz, Pfeffer, Gewürze
  • Parmesan, nach Belieben
 Die Zutaten für die Füllung  vermengen.

Nun den Nudelteig mit dem Nudelholz ausrollen bis zur maximalen Dünne. Nun kommt die Nudelmaschine zum Einsatz. Mit der größten Stufe beginnen. Je Stufe zweimal den Teig durchdrehen, zwischendrin zusammenfalten. So behält er am Schluss seine Form und zieht sich nicht weiter zusammen.
Mit einem Glas (oder extra Ausstecher) runde Formen aus dem Teig stechen und ein kleines Häufchen Füllung daraufgeben. Mit einem zweiten, runden Stück Teig zudecken, an den Rändern mit der Gabel eindrücken (Eigelb zum kleben nicht erforderlich), damit die Ravioli im Wasser nicht aufplatzen. Kurz in kochendem, gesalzenem Wasser garen.



Für die Chili-Orangenbutter:

  • 200 g Butter
  • 1 kleine Chilischote
  • Abrieb einer Bioorange (vorher heiß waschen!)
  • Fenchelsamen
     Butter in der Pfanne heiß werden lassen. Klein geschnittene Chili, Orangenabrieb und Fenchelsamen leicht anrösten.

    Nach dem Garen der Nudeln diese abgießen (nicht abschrecken!) und in der Pfanne mit der Chili-Orangenbutter  schwenken. Fertig!

    Bon Apetit!


    Eure Ri-Li <3