Cookies

Posts mit dem Label Buchvorstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Buchvorstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. Oktober 2020

{Buchvorstellung} Kürbis - Harte Schale, gesunder Kern von Søren Staun Petersen

 

Buchvorstellung: Kürbis – Harte Schale, gesunder Kern

LV. Buch im Landwirtschaftsverlag | ISBN 978-3-7843-5647-1 (2020)
Fotograf: Søren Staun Petersen

Von Søren Staun Petersen

Es ist Herbst! Ich weiß, einige unter euch trauern noch den heißen Sommertagen am See nach, doch der Herbst hat viel zu bieten. Neben viel frischer Luft, im Wind tanzender, bunt gefärbter Blätter auch noch eines meiner Lieblingsgemüse: der Kürbis. Den Hauptdarsteller im Gemüsefach gibt es in verschiedenen Farben, Formen und Geschmäckern.

Zum Autor.

Søren Staun Petersen entdeckte 2013 seine Liebe zu saisonalem Obst und Gemüse. Seither kreiert der dänische Foodfotograf Rezepte für Magazine und nun auch sein eigenes Kochbuch.

Einleitung.

Den Auftakt des Buches gestaltet die Einleitung. Hier wird zunächst geklärt, wie Mengenangaben bei den Rezepten zu verstehen sind, es gibt Aufbewahrungstipps und Schneidetechniken. Besonders spannend war für mich die Kategorisierung von Kürbissen in die Gruppen: die Grauen, die Grünen und die Orangenen. Die jeweiligen Verarbeitungsvorteile werden dargelegt und erläutert.

Doch man kann noch viel mehr über den Kürbis lernen. Das Herbstgemüse wird aus botanischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht beleuchtet. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Kürbis besonders viel Folsäure enthält? Ich auch nicht! Und dabei haben die meisten Menschen einen Folsäuremangel. Doch auch Vitamin A und C sowie Kalium sind Spurenelemente im Fruchtfleisch des Kürbis.

Herzhaftes.

Petersen stellt tolle und innovative Formen der Zubereitung von Kürbis vor. Dabei wird der Kürbis nicht immer nur in Stücken oder Scheiben, sondern auch mal gerieben oder als Püree, verarbeitet, was ich besonders spannend finde. Am meisten haben mich die Kürbispasta aus Hokkaido-Püree und der Kürbis-Hummus aus Crown-Prince überrascht. Nachgekocht habe ich die Kürbis-Lasagne mit Hokkaido (bin ja schäl-faul). Besonders diejenigen unter euch, die Weizen nicht vertragen oder gerne darauf verzichten wollen, sollten bei meiner Rezeptvorstellung unten besonders gut hinhören. Wer mal was anderes snacken möchte, sollte sich die Kürbis-Chips aus Crown Prince oder aber die Tacos mit gebackenem Blue Ballet genauer ansehen.

 



Reportage vom Thorsbjerg-Hof.

In diesem kleinen Exkurs auf einen Kürbis-Hof, kann man die Liebe und die Leidenschaft des Autors zu Kürbissen herauslesen. Mit viel Gefühl beschreibt er den Anblick des Kürbisfeldes mit den „hundertausenden orange[n], gelbe[n] und silbergraue[n] Kugeln, die wie Konfetti über die Landschaft gestreut sind.“ Die Geschichte des Kürbis in Dänemark wird kurz angeschnitten und die Vielfalt seiner Einsatzmöglichkeiten.

Suppen und Brot.

Ja ja, Kürbissuppe kennt man und hat wahrscheinlich jeder schon einmal gegessen und oder gekocht. Der Autor gibt uns Futter und stellt zunächst eine klassische Variante vor. Doch auch neue Kombinationen wie Erbsensuppe mit Kürbis oder Rote-Bete-Kürbissuppe machen ihre Aufwartung. Den Kürbisfladen und das Focaccia mit Kürbiswürfeln möchte ich unbedingt auch noch ausprobieren – zum Glück hat der Herbst nun erst angefangen.

Interview mit Küchenchef Claus Holm.

Holm beschreibt farbenfroh, wann er im Leben Kürbissen in der Küche begegnete. In seiner Lehre war der Kürbis noch als Suppengemüse in der zweiten Reihe. Doch später merkte er, dass man bei genauerem Hinsehen, so viel mehr aus Kürbissen machen kann. Seither kombiniert er ihn in unterschiedlichster Weise, mal süß, mal sauer oder herzhaft.

Süßes.

Man denkt wohl sofort an Kürbis-Pie, wenn man bei dem meist orangen Herbstgemüse an Nachtisch denkt. Doch weit gefehlt! In diesem Buch findet ihr zahlreiche neue Interpretationen von Klassikern im Kürbisgewand. Zum Beispiel die Brownies mit Kürbis-Frosting oder Cheesecake. Aber auch der Kürbs-Crumble  und die Dattelbällchen dürfen sich darauf freuen, bald mal von mir nachgekocht zu werden.

Interview mit Küchenchefin Tilde Gilling.

Sie selbst sagt von sich, sie sei verrückt nach Kürbis. Auf jeden Fall hat sie tolle Ideen, was man daraus alles zubereiten kann. Und dabei sei Kürbis so leicht zuzubereiten und anspruchslos. Ein vielseitiges Gemüse, so Gilling.

Getränke.

Dass es diese Kategorie bei Kürbis überhaupt gibt, finde ich ziemlich cool. Vielleicht Lust auf einen Pumpkin Colada oder einen Kürbisschnaps? Das wird sicher der Renner auf eurer nächsten Halloween-Party oder eurer Motto-Geburtstagsparty mit dem Thema „Kürbis“!

Am Schluss werden noch Anbautipps für angehende Kürbisbauer gegeben sowie eine kurze Vorstellung des Autors und eine Danksagung. Auf den letzten Seiten findet sich ein Rezeptregister nach Kategorien sowie nach alphabet.

 

Mein Fazit zum Buch: Ich bin begeistert von den vielfältigen Rezepten und Ideen und freue mich, euch meine erste Kürbislasagne zeigen zu dürfen. Das Rezept dazu stammt aus dem Buch und ihr bekommt es exklusiv hier auf meinem Blog – juhu! Also ran an die orangenen Kugeln und los geht’s !

 

Kürbislasagne

1 Hokkaido (ca. 900g)

500 g Rinderhack

2 rote Zwiebeln

etwas Butter und Öl zum Braten

200 ml Gemüsebrühe

2 Dosen geschälte Tomaten

140 g Tomatenpüree 

1 EL Paprikapulver, geräuchert

2 Knoblauchzehen

etwas frisches Basilikum

Salz und Pfeffer

2 Kugeln frischer Mozzarella

 


Zwiebeln klein schneiden und in einem großen Topf mit etwas Butter und Öl glasig dünsten. Fleisch hinzufügen und anbraten, bis es Farbe angenommen hat.

 Brühe, geschälte Tomaten, Tomatenpüree und geräuchertes Paprikapulver dazugeben und 30 - 45 Minuten simmern lassen.

Knoblauchzehen hineinpressen und alles weitere 5 Minuten simmern lassen. Frisches Basilikum hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kürbis vorbereiten und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

Fleisch, Kürbis und Mozzarella schichtweise in eine ofenfeste Form geben - mit Fleisch beginnen und mit Mozzarella abschließen.

Die Lasagne im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 40 Minuten backen.


Mein Fazit zum Rezept: Sehr verständlich geschrieben, keine ellenlangen Texte mit zu vielen Details. In der Einfachheit der Zutaten steckt das Geheimnis des puren Geschmacks. Noch nie habe ich eine Lasagne ohne Nudeln gegessen und bin begeistert! Alle, die gerne Low Carb essen oder Paleo-Rezepte mögen: DAS ist euer Rezept. Viel Spaß beim Nachkochen und Eintauchen in den Herbst 2020!

Eure Lisa

 

 

 

 

Mittwoch, 16. Mai 2018

{Buchvorstellung} Eat better not less / Around the world - Nadia Damaso


Brasilien, Peru, Guatemala, Puerto Rico, Indien, Israel, Marokko, Japan, Vietnam, Kambodscha, Thailand und die Schweiz (ihre Heimat) – diese zwölf Länder hat sie in nur 12 Wochen bereist. Sie hat sich von der Kultur, den Einheimischen und natürlich von unterschiedlichsten Gerichten zu diesem Buch inspirieren lassen. Es stellt eine Liaison aus Reisereport und Kochbuch dar. Jedes Rezept wird mit einer kleinen Einleitung angekündigt, in der Nadia von der Geschichte dieses Rezepts berichtet. Der Leser erhält Einblick in die Reise und die Erlebnisse, die die Autorin gemacht hat. Es ist spannend, in die Welten der verschiedenen Kulturen und Leben einzutauchen und auf diese Weise die kulinarischen Besonderheiten eines Landes kennenzulernen.

Nadia Damaso ist keine gelernte Köchin. Sie hat sich das Kochen selbst beigebracht. Sie selbst sagt, sie lerne die Fingerfertigkeit und Techniken der Zubereitung eines Gerichts am liebsten aus erster Hand. So hat sie die Gerichte, in denen sie Gerüche, Farben und Eindrücke verschiedener Länder zum Ausdruck bringen will, vor Ort bei Einheimischen abgeschaut und nachgemacht. Sie möchte ihren Gerichten durch eine liebevolle und ursprüngliche Zubereitung einen ganz besonderen Geschmack geben und den Geist der Kultur des Landes sowie deren kulinarische Prägung damit transportieren.


Die Gerichte in diesem Buch sind, mit Ausnahme von zwei Gerichten, ausschließlich vegetarisch, teils vegan. Durch besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Zutaten kommt der Geschmack jedoch in keinem Fall zu kurz. Nadia legt Wert auf regionale und, wenn möglich, saisonale Produkte. Sie regt den Leser dazu an, frei zu experimentieren und kreativ zu sein, sollte eine der Zutaten nicht zur Hand sein.



Zu Beginn des Buches werden Küchenutensilien, Tipps und Tricks sowie der Inhalt des Küchenschranks angesprochen. Dies ist vor allem für Leser eine Hilfe, die bisher konventionell kochen und für die internationale Küche noch Neuland darstellt. Anschließend werden häufig verwendete, „exotische“ Zutaten erläutert, wie z. B. Tahini. Danach kommen kleine Blitzrezepte, bevor es dann mit der Reise um die Welt losgeht.



Zu Beginn jedes Kapitels, in dem jeweils ein Land vorgestellt wird, wird ein Überblick über die Rezepte gegeben,  die das folgende Kapitel beinhaltet. Im Folgenden wechseln sich Rezepte und Geschichten von der Reise ab. Untermalt werden sie mit sehr schönen Bildern von der Reise, Land und Leuten. Natürlich wird auch jedes Gericht hübsch inszeniert und abgebildet.


Ich darf euch ein Frühstücks-Rezept aus dem Buch vorstellen, dass mich wirklich vom Hocker gehauen hat:  Frühstücks-Couscous mit Apfel-Tahini-Zimt-Creme und Äpfeln. Ich habe das Original-Rezept ein klein wenig abgewandelt und Feigen mit regionalen Äpfeln ersetzt. Außerdem habe ich ein paar Arbeitsschritte, in der von mir gewohnten Weise, vereinfacht.

Alle Skeptiker, die sich Couscous zum Frühstück nicht vorstellen können, sollten dieses Rezept erst recht nachkochen – ihr werdet staunen!

Zutaten für 2 große Bowls:

Apfelcreme
2 Äpfel
½ TL Vanillepaste
3 TL Honig
1 Prise Zimt
150 ml Milch
2-3 TL Tahini
½-1 TL Zitronensaft

Couscous

200 ml Wasser
1 Prise Salz
150 g Couscous
200 ml Milch
½ TL Vanillepaste
2-3 Datteln

Toppings

1 Handvoll geröstete Walnüsse
½ Apfel, in feine Scheiben geschnitten
2-3 TL Tahini
Honig nach Belieben



Und so wird’s gemacht:
  1. Walnüsse in einer Pfanne rösten und dann hacken.
  2. Äpfel schälen, entkernen, vierteln und in mittelgroße Stücke schneiden. Zusammen mit der Vanillepaste, Honig und Zimt in einer Bratpfanne auf mittlerer Stufe 7-10 Min weich dünsten und leicht anbräunen, bis der Honig karamellisiert; vom Herd nehmen.
  3. Couscous in eine mittelgroße Schüssel geben und eine Prise Salz hinzufügen. Wasser in einem Wasserkocher aufkochen und den Couscous damit übergießen, abdecken und quellen lassen. In dieser Zeit, Milch mit den Datteln und der Vanillepaste mit einem Pürierstab mixen und anschließend unter den bereits vorgequollenen Couscous geben und vermengen. Weitere 5 Min zugedeckt quellen lassen.
  4. Die Äpfel zusammen mit Milch, Tahini und Zitronensaft mit dem Pürierstab mixen.
  5. Den Couscous nochmals umrühren und auf Schalen verteilen. Mit der Apfelmilch umgießen. Mit den gerösteten Walnüssen, den Apfelscheiben garnieren und mit Tahini beträufeln. Wer es noch süßer mag, lässt noch ein wenig Honig darüber regnen.


Fotografie © Nadia Damaso & Tanja Wüthrich, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Ich kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen. Ihr wollt es euch gleich holen? Hier geht's zum Verlag: 

Eure Lisa




Sonntag, 30. Oktober 2016

{Buchvorstellung} Das Prinzip Kochen - Matthias F. Mangold



Das Prinzip Kochen…klingt erst mal relativ nüchtern. Und tatsächlich gibt dieses Buch einige Ratschläge die sich wie das „Schema F“ auf verschiedenste Gerichte anwenden lässt. Das Buch vermittelt Grundkenntnisse, belässt es jedoch nicht dabei. Es werden auch Vorschläge zum abwandeln einiger Rezepte gegeben. Diese Vorgehensweise finde ich faszinierend, da auch ich als Lehrerin häufig so vorgehe: erst einmal das Gesetz beibringen, es üben und dann anwenden. Daher finde ich es toll, wie der Autor Matthias F. Mangold es schafft, diese „Technik“ auf das Kochen anzuwenden, frei nach seinem Motto „Prinzip verstanden, selber handeln!“. Ich habe ja bereits einige Koch- und Lehrerfahrung und kann daher das Buch mit anderen Augen betrachten. Die Vorgehensweise bei einzelnen Rezepten erscheint mir für den Kochneuling sehr durchschaubar und er kann sich darin üben, neue Techniken und auch das Küchenjargon zu erlernen. Erst dann hat er auch die Möglichkeit, sein erworbenes Wissen anzuwenden und weiterzuentwickeln, Schritt für Schritt. Hierbei wird auch das Gefühl für zusammengehörige Aromen und deren Wirkung geschaffen. Und ist nicht genau das was es ausmacht? Was echtes Kochen von Lebensmittel zubereiten unterscheidet? JA! Also wer gerne etwas von der Pike auf lernen möchte oder aber seine Basiskochkenntnisse um Tricks und neue Kombinationsmöglichkeiten erweitern möchte, liegt mit diesem Buch auf jeden Fall richtig.



Das Prinzip Kochen | Matthias F. Mangold | ISBN: 9783833857201 | 336 Seiten, Hardcover



Gliederung

Das Buch startet mit einer Inhaltsübersicht. Das Schema, nachdem die Rezepte aufgebaut sind, wiederholt sich jedes Mal. Immer beginnend mit „Was braucht’s“, dann kommt das Grundrezept und anschließend das Kreativlabor mit Varianten des Grundrezepts. Außerdem bietet das Kochbuch die Möglichkeit auf der zugehörigen Website 10 Zeitraffervideos zu ausgewählten Rezepten kostenfrei anzusehen. Zwischen den Rezepten finden sich witzige Weisheiten und lockere Sprüche rund um das Thema kochen, die Lust auf mehr machen sollen. In der Rubrik „Wissenswürze“ befindet sich das kleine Küchen-Einmaleins. Hier werden unterschiedliche Verarbeitungstechniken, wie z. B. „schnetzeln, putzen“, mit Bild erläutert. So ist auch Kochneulingen klar, was zu tun ist, wenn das Rezept verlangt, man solle Champignons putzen.
Besonders anschaulich sind die Rezepte nicht nur durch das jeweils vorhandene Rezeptbild, sondern auch durch die Abbildungen zu Utensilien und Zutaten. So wird auf einen Blick z. B. ersichtlich, ob man alle Zutaten Zuhause hat, wenn man einfach mal auf gut Glück durch die Rezepte blättert. Die Anleitung zum Gericht ist Schritt für Schritt aufgebaut und knapp gehalten. So weiß man gleich, wie man mit welchem Lebensmittel verfahren soll. Außerdem werden noch Tipps und Tricks für die Handhabung gegeben, die an mancher Stelle sehr hilfreich sind. Ganz klassisch steht am Ende des Buches das Rezeptregister.



Layout

Das Buch besticht durch seine cleane, aufgeräumte Aufmachung. Spritzigkeit erhält es durch moderne Schrifttypen und besondere Stilelemente, wie z. B. die bewusst abgeschnittenen Seitenzahlen am unteren Seitenrand. Außergewöhnlich ist auch der Einband aus festem Karton, was dem Kochbuch eine robuste Eleganz verleiht. Aufgepeppt wird das Ganze durch die bereits erwähnten Sprüche und tolle, moderne Fotografien zwischen den Rezepten.
  


Inhalt

 „Das Prinzip Kochen“ erinnert an ein Standardwerk von GU über die Grundzüge des Kochens und übersetzt sie auch gleich in die Sprache der modernen Küche mit Anklängen von Fusionfood, z.B. Gnocchi aus Kürbis oder das ehemals Rindergulasch mit Tofu. In besonderer Weise gibt es gerade Anfängern mit den Grundrezepten Sicherheit und im Kreativlabor Anregungen das neu Gelernte zu variieren. Durch das Einüben eines Rezepts und Anregungen zu dessen Veränderung lernt der Kochneuling, welche Aromen harmonieren und auch in anderen Kombinationen funktionieren. Der Wahlspruch lautet schließlich: Grundrezept kapiert→ variiert! Für etwas erfahrene Köche bietet das Kochbuch Impulse für neue Kreationen, sowohl bei den Zutaten als auch bei verschiedenen Gar- und Zubereitungsmethoden. Bei diesem Buch teilt einer gern sein Wissen, dass er sich über eine längere Zeit angeeignet hat. Der Autor möchte, dass der Leser seinen Kochhorizont erweitern kann und Lust bekommt, selbst etwas auszuprobieren. Eines zeigt dieses Buch nämlich sehr deutlich: kochen ist keine Zauberei und jeder kann es lernen.


Fazit

Ein tolles Buch vor allem für Neueinsteiger denen der Anfang leicht gemacht werden soll. Doch der Autor will mehr erreichen: einen selbstbestimmten Koch, der sich durch dieses Buch viel selbst beibringen und sein Wissen dann selbst im er mehr erweitern kann. Dieses Anliegen finde ich sehr wertvoll, weshalb ich dieses Buch nur empfehlen kann. Das Prinzip ist so simpel wie clever und - es funktioniert.

Ich habe das Bruschetta-Rezept nachgekocht:



Für 10 Portionen:

Schritt 1:

Backofen auf 180 °C vorheizen.
1 Baguette, in Scheiben schneiden.

Schritt 2:

3 Fleischtomaten, waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
8 Basilikumblätter fein hacken.
3 EL Olivenöl mit Tomaten und Basilikum mischen, salzen, pfeffern und beiseitestellen.

Schritt 3:

Die Brotscheiben im Ofen (Mitte) ca. 2 Min. anrösten, dann wenden und noch 1 Min. rösten.
Inzwischen 1 Knoblauchzehe schälen.

Schritt 4:

Die gerösteten Brotscheiben aus dem Ofen nehmen und mit der Knoblauchzehe abreiben, dann mit der Tomatenmischung belegen. Bruschetta unbedingt sofort frisch und warm essen.

Falls ihr jetzt heiß auf das Buch seid, hier könnt ihr es gleich ordern:

© Bilder: Nicola Walsh

Viel Spaß beim Nachkochen der Bruschette oder dem Schmökern in diesem tollen Buch. Ich hoffe, mein Einblick hat euch gefallen.

Alles Liebe,
eure Lisa

Freitag, 23. September 2016

{Buchvorstellung} Koch dich gesund! - Vital & fit mit leckeren Rezepten von Dale Pinnock

Gleich die ersten Buchseiten haben mich fasziniert, obwohl sie keine Kochrezepte zeigen. Der Autor beschreibt die Bedeutung guten Essens in seinem Leben und spricht mir damit aus der Seele. Gesunde Ernährung ist für ihn ein Grundbedürfnis, mit dem er sich tagtäglich auseinandersetzt. Ihm kommt es dabei nicht nur auf den Geschmack, sondern auch die therapeutische Funktion von Essen an. Laut Pinnock kann jeder aktiv seine Gesundheit beeinflussen, in dem er gezielt bestimmte Lebensmittel isst oder meidet. Dies soll jedoch einfach und praktisch in den Alltag integrierbar sein, sodass sich durch eine bewusste Ernährungsweise keine Einschränkungen ergeben. Obwohl gesund und praktikabel, besteht der Autor auf abwechslungsreiche und spannende Rezepte, die keine Langweile auf dem Esstisch aufkommen lassen. Um die maßgeschneiderte Ernährung einfach in das eigene Leben einzupassen, hat sich Dale Pinnock ein System einfallen lassen. Alle Rezepte haben in der linken oberen Ecke eine Legende in der steht, bei welchen Körpersystemen das folgende Gericht aktivierend und unterstützend wirkt. Die einzelnen Symbole werden am Anfang des Buchs erklärt und die Rezepte am Ende des Buchs in einem Verzeichnis den verschiedenen Körpersystemen, z. B. Immunsystem, Herz und Kreislauf… zugeordnet. Außerdem findet sich am Ende ebenfalls ein Rezeptverzeichnis von A-Z. Für die interessierten Leser schließt das Buch mit dem Kapitel „Die Lebensmittel-Apotheke“ in denen Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln notiert und näher erläutert werden. 




Dale Pinnock – Koch dich gesund! Vital & fit mit leckeren Rezepten
Erschienen im: Jan Thorbecke Verlag (2016) - ISBN: 978-3-7995-1096-7



Aufbau der Rezeptsammlung
Die Rezepte werden nach Mahlzeiten geordnet, beginnend mit dem Abschnitt „Start in den Tag“, „Snacks 2 Go“ und so weiter. Wie zuvor bereits erwähnt, schließt das Buch mit der Lebensmittel-Apotheke und dem Rezeptverzeichnis, einmal nach Körpersystemen und einmal nach Alphabet geordnet.



Jedem Rezept werden die Körpersysteme zugeordnet, die dadurch angesprochen werden. Dale Pinnock wendet sich mit einem kurzen persönlichen Wort an alle Leser des Buchs. Im Anschluss daran findet sich das jeweilige Rezept mit Mengenangaben, meist für eine Person. Des Weiteren beinhaltet jedes Gericht eine Topzutat, die näher beschrieben und deren positive Wirkung näher ausgeführt wird.
Die Bilder sind modern arrangiert, die Buchinnenseiten aus mattem hochwertigem Papier.



Gesamteindruck des Buches
Was besonders auffällt ist die Liebe die in diesem Buch steckt. Dem Leser wird mit jeder Seite deutlicher, wie sehr es dem Autor am Herzen liegt, sein Wissen über gesunde Ernährung mit dem Leser zu teilen. Eigene Erfahrung, breit gefächertes Basiswissen und Freude am Kochen sollen auf den Leser bzw. den Kochschüler übertragen werden.



Eigene Meinung
Mich hat das Buch sehr begeistert, gerade weil Dale Pinnock ähnliche Ansichten wie ich vertritt. Auch ihm liegt eine gesunde und maßgeschneiderte Ernährung am Herzen. Genau wie er glaube auch ich daran, dass man mit der für eine selbst richtigen Ernährung das eigene Leben positiv beeinflussen kann. Zunächst ändert sich nur die Art der Speisen und vielleicht der Gewohnheiten. Doch schon bald wird man auch an sich selbst Veränderungen feststellen können. Ich kenne meinen Körper sehr gut und bemerke auch an mir selbst, wenn ich wieder etwas gegessen habe von dem ich bereits davor wusste, dass es mir nicht guttut. Hört auf euren Körper und lasst euch dabei von Dale Pinnock an der Hand nehmen und führen. Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen, gerade wenn ihr einen Kompass für eine ausgeglichene Lebensweise sucht.
Natürlich habe ich auch diesmal wieder ein Rezept aus dem Kochbuch nachgekocht und freue mich, euch diesen leckeren und erfrischenden Salat vorstellen zu dürfen.

Bunter Quinoa-Salat mit Granatapfelkernen


Zutaten für 1 Person:
50 g Quinoa
2 EL gemischte Oliven
½ rote Paprika, gewürfelt
75 g Feta, gewürfelt
1 EL Kapern
2 EL Granatapfelkerne
2 EL Olivenöl
1 TL Balsamico-Essig
Meersalz und schwarzer Pfeffer



Die Quinoa in einen Stieltopf geben und mit kochendem Wasser aufgießen. 10-15 Minuten kochen, bis die Quinoa weich und glasig ist. Abgießen und abkühlen lassen.
Die Oliven, die Paprika, den Feta, die Kapern und die Granatapfelkerne unter die Quinoa heben und gründlich mischen. Das Olivenöl und den Essig verrühren, salzen und pfeffern, über den Salat geben und erneut mischen. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.



Neugierig geworden?

Dann gleich online bestellen unter: http://www.thorbecke.de/koch-dich-gesund-p-2146.html
Bilder: Martin Poole © 2016 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Viel Spaß mit diesem wunderbaren Buch!

Eure Lisa